Etwas, was alle Buchautoren kennen, aber ungern darüber sprechen: Schlechte Rezensionen. Und wir reden hier nicht mal von den schmallippigen Feuilleton-Urteilen, sondern von den harten Rückmeldungen aus der Leserschaft. Die sind in der Regel ungeschminkt, unverstellt und unbedacht und damit insgesamt: sehr schmerzhaft.

An dieser Stelle ein kleiner Einblick in unsere Top 5 der härtesten Feedbacks, die uns mehr Bescheidenheit gelehrt haben als vier Stunden Zazen im Voll-Lotus:

1. «I finished this book in two hours and didn't learn anything new.»

Für die selbsternannten „Meister der leichten Wissensvermittlung“ bedeutet das: zurück auf Feld 0.

2. «Die Lesbarkeit leidet unter der gutgemeinten, aber grammatikalisch falschen Gender-Sprache.»

Da hat er/sie/dey/xier* recht.

3. «Wish the authors stop shoehorning every single concept into 2x2s!»

Gemeint ist damit, dass wir versuchen, alles in eine Vierfeldermatrix zu quetschen. Ja, machen wir. Punkt für den Leser.

4. «Das wäre ein Buch in der Preiskategorie bis 5 Euro, die wenigen brauchbaren Hinweise sind bereits Teil jeder Apotheken-Rundschau. Das vermittelte Wissen ist auf dem Stand von 1990.»

Ja und Nein. Ja: Einiges, was man 1990 wusste, ist inzwischen vergessen gegangen, deshalb erinnern wir gern daran. Aber nein: Wer nur 5 Euro für ein Buch zahlen will, spart am falschen Ende.

5. «Es ist eine Kunst, das eh schon unterirdische Niveau im Self-Help-Bereich auch noch zu unterbieten. Ich gratuliere.»

Eine Kritik zum Einrahmen – und sich selber daneben aufhängen.

Falls Sie nun denken, „Das stimmt doch überhaupt nicht!“ und „Denen beiden muss ich jetzt ein Kompliment machen!“, dann war das nicht unsere Absicht (aber natürlich nehmen wir auch gerne Komplimente entgegen und Sie gelten dann als unsere Lieblingsleser:in!).

Jetzt im vollen Ernst: Wir danken allen, die sich die Mühe gemacht haben, uns zu schreiben, wie schlecht wir sind. Aber auch allen, die uns gern gelesen haben, und allen, denen es egal ist. 

Auf in den Sommer!

Roman & Mikael